Wo die wilden Lektor_innen wohnen… in Mexiko!

Von Lino

Mexico City. Eine der größten Städte überhaupt. Laut, bunt, schnell. Frida Kahlo hat hier mit Leo Trotzki für die mexikanisch-russische Völkerverständigung gesorgt. Straßenstände an jeder Ecke bieten ein Abenteuer für zwischendurch! Umso besser es riecht, desto größer die Chance die nächsten drei Tage auf dem Porzellanthron zu sitzen. Totenköpfe und Tacos, alles ist hier versammelt. Und wir mittendrin!

Comiendo en la calle FridaHallo ihr fleißigen Leseratten, ein neues Update steht an, diesmal aus Zentralamerika. Unsere Tournee hat begonnen! Wir sind in Mexiko angekommen und sind eigentlich schon fast wieder weg. Also höchste Zeit euch mal zu erzählen, was uns hier alles passiert ist. Einer der Gründe, warum wir wieder 4 Zeitzonen gewechselt haben (von Argentinien aus gesehen), war der Kongress „Ästhetisches Lernen im DaF-Unterricht“ organisiert vom who is who der Szene: Goethe, DAAD, OeAD, ÖKF etc. Wer jetzt nicht glänzende Augen bekommt, dem sei verziehen, aber unsereins,  die Impro und DaF unterrichten, wir fühlen uns wie das sprichwörtliche Kind im Süßigkeitenladen. Der Kongress fand von Montag bis Mittwoch statt, und artig war sowohl mit einem Workshop, als auch mit einer Show für die Abschiedsfeier im, übrigens sehr schönen, Goethe-Institut dabei. Die Workshops und Vorträge fanden allerdings nicht im Institut selber statt, sondern auf dem Campus der UNAM, der ältesten Universität des Kontinents. Und um nochmal einen draufzusetzen, schließlich haben wir ja bisher nicht genug mit Superlativen um uns geworfen, einem Campus, der mehrere eigene Buslinien und eine 4-spurige Ringstraße besitzt.

Kongress

Da wir bereits am Samstag angekommen sind, hatten wir vor dem Kongressbeginn genügend Zeit, die wirklich vorzügliche mexikanische Küche zu genießen und uns diese gigantische Stadt ein wenig anzuschauen. Doch dann, in der Nacht vor unserem Workshop, schlug sie zu: Montezumas Rache! Meggi wurde das Opfer, wurde auf Stand-by gestellt und an Infusionsflaschen gehängt.  Gott sei Dank ist aber artig zu viert und noch dazu eine Improvisationstheatergruppe. Wir haben die ganze Tournee sogar so geplant, dass wir zur Not auch alles als Einmann oder -frau-Show spielen können… naja, das ist zwar gelogen, aber wir mussten eben improvisieren. Als Anne, Alex und ich dann auf dem Campus waren, kam gleich die nächste Nachricht. Statt der von uns gewünschten Höchstzahl von 20 Teilnehmenden beim Workshop hatten sich 40 Interessierte angemeldet! Wir trauten unseren Ohren nicht und waren entzückt. Also wurde wieder improvisiert, die Gruppe geteilt und auf Grund von akuter Raumnot hielt ich mit meiner Gruppe den Workshop einfach open air, neben schmusenden Pärchen und zwischen Bäumen, während Anne im Auditorium mit den Teilnehmenden arbeitete, die keine geeigneten Schuhe für eine Theatergruppe im Wald mitgebracht hatten. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und auf diesem Wege möchten wir uns noch einmal bei allen bedanken, die teilgenommen haben. Es war groß-artig mit euch zu spielen.DSC05821

spielendDeutsch im mexikanischen Wald

Und so mussten wir auch unsere Show am dritten Tag des Kongresses im Goethe-Institut leider nur zu dritt spielen, doch nach der letzten Szene war klar, dass Meggi mit uns auf der Bühne gewesen ist, wenn auch nur in Gedanken.  Solche genialen Charaktere hätte nur sie sich ausdenken können! Auch hier nochmal ein riesen Dankeschön an die 200 ZuschauerInnen, die mit uns an diesem Abend wirklich Spaß gehabt haben. Und danach kam, was immer kommt bei Abschlussfeiern: Karaoke. Diesmal sogar mit Live-Band. Und wir sind uns alle sicher, dass ein gewisser DAAD-Lektor definitiv den falschen Beruf gewählt hat. Aber als Rockstar hat man eben meistens keine so lange Lebenserwartung…

Und so packen wir wieder langsam unsere Kongresstaschen, die in einem Blau gefärbt sind, das man in Europa nirgendwo findet (laut Prof. Dr. Carmen Schier), und bereiten uns auf unsere Abreise nach Kolumbien vor, wo wir auch endlich wieder in unsere bunten Anzüge schlüpfen können.

Hasta luego!

Advertisements

Ein Gedanke zu „Wo die wilden Lektor_innen wohnen… in Mexiko!

  1. Wurzelbrot sagt:

    Hasta luego:-)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: